Jugendspielclub Xperience Room startet in neue Probenzeit
Mit dem ersten Probentermin nach den Sommerferien ist der Jugendspielclub Xperience Room der Laienspielgruppe Leeheim in eine besondere neue Saison gestartet: Auf dem Programm steht die Wiederaufnahme des Stücks „36.000 Sekunden“ von Julia Gastel, das 2025 bereits erfolgreich Premiere feierte.
Seit August proben zwölf Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren wieder regelmäßig dienstags in der Halle. Der Großteil des Ensembles war schon bei der ersten Produktion dabei – mit Pauline und Jonas verstärken zudem zwei neue Gesichter die Gruppe, die zuvor bereits in der Kinderoper „Die Zauberflöte“ mitgewirkt haben.
Unter der Leitung der Theaterpädagogin Melanie Kind widmet sich das Ensemble in dieser Wiederaufnahme nicht nur dem erneuten Einstudieren der Rollen, sondern vertieft die Figurenarbeit, überarbeitet Prolog und Epilog und setzt sich – auch vor dem Hintergrund aktueller Ereignisse – noch einmal neu mit den großen Themen des Stücks auseinander: Weltuntergang und Utopie, Kontrollverlust und Hoffnung, Familie und Aufbruch.
„36.000 Sekunden“ erzählt die Geschichte von zehn Menschen, deren Leben sich innerhalb von zehn Stunden bis zum vermeintlichen Ende der Welt neu ordnet – zwischen Büro, Familientisch, Wohngemeinschaft und Parkbank
Was die Gruppe besonders macht: viel Bühnenerfahrung, große Spielfreude und ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Dabei gelingt dem Ensemble eine erstaunliche Balance – zwischen Ernsthaftigkeit im Umgang mit dem Thema und im Spiel selbst und der Leichtigkeit im gemeinsamen Tun. Musik, Videosequenzen, biographische Texte und ein simultanes Bühnenbild mit vier Spielorten verleihen der Inszenierung zusätzliche Tiefe.
Nach intensiven Probenmonaten wird die Wiederaufnahme am Freitag, 12. März, und Samstag, 13. März 2027, jeweils abends in der Heinrich-Bonn-Halle Leeheim zu sehen sein.
Der Jugendspielclub Xperience Room freut sich schon jetzt auf ein ereignisreiches Probenjahr und lädt herzlich zu den Aufführungen ein.
Zum Stück
Eilmeldung! Sondersendung! Presseerklärung! Exklusiv! Auf allen Kanälen!
Die Welt geht unter?
Kein Scherz! Kein Spiel! Es bleiben der Menschheit noch… 10 STUNDEN!
Zehn Menschen erfahren, dass die Welt in zehn Stunden untergeht. Was tun? Das Lieblingsspiel zu Ende zocken? Sich mit der Tochter versöhnen? Den ersten Kuss erleben? Die Zeit läuft!
Die Hauptfiguren dieses Schauspiels in drei Akten von Julia Gastel reagieren ganz unterschiedlich auf die alles verändernde Ankündigung: Panik, Wut, Akzeptanz, Erleichterung, Leugnung, Mut. Auf der Suche nach Versöhnung, Liebe und sich selbst landen sie alle kurz vor dem Ende mitten in der Nacht auf einer Dachterrasse. Im Schicksal vereint schauen sie auf die Stadt hinunter und auf ihr Leben zurück. Hätte ich etwas anders machen sollen? Habe ich etwas verpasst? War ich wirklich glücklich?
So feiern die Verzweifelten, die Suchenden und die Liebenden eine allerletzte Party. Sie tanzen der Katastrophe entgegen und manche waren dabei vielleicht niemals glücklicher als genau in diesem Moment. Dabei ahnen sie noch nicht, dass in jedem Ende die Chance auf einen Neuanfang liegt.
It´s the end of the world - as we know it.
Das junge Ensemble Xperience Room der Laienspielgruppe Leeheim begibt sich mit diesem Stück auf eine spannende Reise. Es wird über Liebe, Freundschaft, Abschied, Lebensentscheidungen und -wege philosophiert. Utopische Gedanken werden entwickelt. Und es wird überlegt, in welche Richtung man weiterleben möchte. Damit ist den Jugendlichen eine beachtliche Produktion gelungen. Aus einer absurden Komödie haben sie durch intensive Figurenarbeit und das Schreiben von biographischen Texten ein unterhaltsames und gleichzeitig sehr bewegendes Drama entwickelt über die letzten Stunden der Menschheit und der Frage, was im Leben wichtig ist.
Altersempfehlung: 12+